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Quellenangabe: CC BY-SA 3.0: Schutz & Rettung Zürich / wikimedia.org



Sanitäter in Zürich erhalten kugelsichere Schutzwesten

Die öffentliche Sicherheit ist nicht nur in Deutschland zunehmend gefährdet. Auch andere westeuropäische Länder haben Probleme mit Gewalt im öffentlichen Raum. Davon betroffen sind auch Sicherheits- und Rettungskräfte. Vor diesem Hintergrund sollen Sanitäter in Zürich kugelsichere Schutzwesten erhalten.

„Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren wesentlich verändert“, erklärte Ivo Bähni, Sprecher der größten zivilen Rettungsorganisation (SRZ) in Zürich. Deswegen werden alle 370 Angestellten mit schuss- und stichsicheren Schutzwesten ausgerüstet.

Creative Commons (CC0) – maxpixel.net

Die sechs Kilogramm schweren Westen sollen die Mitarbeiter vor Angriffen mit Stich- und Schusswaffen schützen. Gerät künftig ein Sanitäter unvorhergesehen in eine Gefahrenzone, liegt seine persönliche Schutzweste im Rettungswagen bereit, heißt es in einem Artikel des schweizer Nachrichtenportals 20min.ch.

 

Seid längerem bietet die Stadtpolizei Zürich sogar eine professionelle Schulung an, in der Rettungskräfte das Mitführen und Einsätzen von Pfefferspray lernen können. Etwa drei Viertel der Sanitäter sollen bereits von Pfefferspray Gebrauch machen.

 

Wie ernst die Sicherheitslage ist, zeigen aktuelle Maßnahmen in Deutschland. Die hessische Polizei erhält zusätzlich 1500 G38-Gewehre des Herstellers Heckler und Koch im Wert von zehn Millionen Euro, um effektiv gegen „terroristische Bedrohungen” und Schwerverbrecher vorgehen zu können.

 

Auch die Berliner Polizei wurde im Jahr 2017 mit weiteren 400 vollautomatischen Sturmgewehren vom Typ MCX ausgerüstet. “Die Polizei passt sich den neuen Bedrohungslagen an, in denen Terroristen Kalaschnikows und Schutzwesten tragen”, erklärte der Geschäftsführer des deutschen Waffenherstellers SIG Sauer, Franz von Stauffenberg.

 

Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt glaubt, dass sich die Sicherheitsbehörden auf bürgerkriegsähnliche Zustände vorbereiten. „Natürlich erwartet die Bundesregierung hier schwere soziale Unruhen. Man weiß, was sich da zusammenbraut, aber man verdrängt das in der Öffentlichkeit lieber“, erklärte Rainer Wendt bereits vor einigen Jahren.

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