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Österreich will den Einsatz von Glyphosat verbieten

Österreichs Parlament hat mit der Mehrheit von FPÖ und SPÖ ein Totalverbot des sogenannten Pflanzenschutzmittels Glyphosat beschlossen. Damit geht Österreich als erster EU-Mitgliedsstaat gegen den umstrittenen Unkrautvernichter vor.

Glyphosat ist ein chemisches Phosphonat. Seit den 1970er Jahre wird die Substanz von Monsanto als Wirkstoff unter dem Namen Roundup zur Unkrautbekämpfung vermarktet. Das Pflanzenschutzmittel wird in der Landwirtschaft, im Gartenbau und in Privathaushalten eingesetzt.

 

CC BY 2.0 –
BUND Bundesverband
(wikimedia.org)

Der Wirkstoff von Monsanto steht im Verdacht, krebserregend zu sein: „Die wissenschaftlichen Beweise für eine krebserregende Wirkung des Pflanzengifts mehren sich. Daher stellen wir den Antrag auf ein Totalverbot des Glyphosats“, sagte die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Pamela Rendi-Wagner.

 

Eine Machbarkeitsstudie der Universität für Bodenkultur in Wien geht davon aus, dass ein Verbot von Glyphosat in Österreich nur unter gewissen Umständen von der EU gestattet wird. So wäre es notwendig neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorzulegen. Darüber hinaus müsse Österreich nachweisen, dass spezielle Probleme etwa für Umwelt oder Gesundheit bestehen, die es nur in Österreich gibt.

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