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Öffentliche Gewalt nimmt in Baden-Württemberg deutlich zu

Während angeblich die Gesamtkriminalität in Deutschland vorübergehend gesunken ist, nehmen Gewalttaten im Südwesten deutlich zu. Besonders gegen Sicherheitskräfte. Das geht aus einer aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervor. Der Innenminister aus Baden-Württemberg, Thomas Strobl (CDU), sprach von einem “traurigen Höchststand”.

Im Mai 2018 verkündete Innenminister Horst Seehofer (CDU): „Deutschland ist sicherer geworden.“ Dies entspricht aber nicht der Wirklichkeit. In Wirklichkeit stellen Gewaltverbrechen, besonders im öffentlichen Raum, ein zunehmendes Problem dar.

 

Eine Polizeiliche Kriminalstatistik aus Baden-Württemberg geht davon aus, dass die Anzahl sogenannter Aggressionsdelikte in der Öffentlichkeit um fünf Prozent auf 27 444 Fälle gestiegen sind. Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat in diesem Zusammenhang besonders Gewalt gegen Sicherheits- und Rettungskräfte beklagt. Demnach werden Polizisten, Feuerwehrmänner oder Sanitäter zunehmend Opfer von Gewalttaten.

 

Der Kriminalstatistik zufolge, werden in Baden-Württemberg jeden Tag etwa 75 Gewalttaten in der Öffentlichkeit begangen und etwa sieben Polizisten verletzt. Insgesamt wurden 2390 Polizisten Opfer von Gewalttaten im vergangen Jahr. Eine Zunahme von etwa 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

 

Auch Sexualdelikte im öffentlichen Raum haben deutlich zugenommen – etwa 21 Prozent auf 2673 Fälle. Doch die Dunkelziffer dürfte weit aus dramatischer ausfallen. Denn die Kriminalstatistik umfasst nur Straftaten, welche von der Polizei registriert wurden. Die meisten Straftaten werden niemals zur Anzeige gebracht und tauchen nicht in der Kriminalstatistik auf.


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