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CC BY 2.0 - Freedom House (Flickr.com)

Kriegspropaganda der Massenmedien zur Erhöhung der Kriegsbereitschaft
 

Völlig unkritisch verbreiten große Massenmedien nicht nur ungefilterte Kriegspropaganda, sondern auch Gräuelpropaganda um die Kriegsbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen. Besonders effektiv sind Bilder von unschuldigen Kindern.

 

Gräuelpropaganda ist eine Form politischer Propaganda, bei der versucht wird, einen Gegner zu diffamieren, indem man ihm erfundene oder nicht von ihm begangene Untaten bzw. Gräuel zuschreibt oder von ihm unternommene Handlungen bewusst verzerrt darstellt und so skandalisiert.

 

Ein aktuelles Beispiel für diese Art der Propaganda sind die umstrittenen Giftgasangriffe in Syrien. Als Präsident Donald Trump im Jahr 2017 etwa 59 Tomahawk-Missiles auf einen syrischen Militärflughafen abgefeuert hat, schrieb BILD.de, “Trump rächt Syriens vergaste Kinder”.

 

Bereits im Ersten Weltkrieg wurde diese Form der Gräuelpropaganda verwendet. Angeblich hätten deutsche Soldaten – auf ausdrückliche und detaillierte Anweisung Kaiser Wilhelms II. – belgischen Kindern die Hände abgehackt, sie vergewaltigt und gefoltert, behauptete der “Daily Telegraph“. Tatsächlich hat sich diese Lügengeschichte niemals bestätigt.

 

In dem Buch Falsehood in Wartime (1928) untersuchte und beschrieb Baron Arthur Ponsonby die Methoden der Kriegspropaganda der Kriegsbeteiligten im Ersten Weltkrieg. Anne Morelli systematisierte und aktualisierte seine Darstellung in Zehn Regeln der Kriegspropaganda.

 

1. Wir wollen den Krieg nicht
2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung
3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel
4. Wir kämpfen für eine gute Sache
5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen
6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich
7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm
8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache
9. Unsere Mission ist heilig
10. Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verräter.


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