Quellenangabe: Public Domain (CC0) / George Hodan / publicdomainpictures.net



Krankenkassen verweigern Kostenübernahme bei alternativen Schmerzmitteln

Im März 2017 erließ die Bundesregierung das Gesetz, dass chronisch kranke Patienten und allgemein schwer erkrankte Personen ein Anrecht auf Cannabis als Medizin haben. Doch was ist daraus geworden? Die Realität sieht so aus, dass selbst anerkannte Schmerzpatienten zwar Cannabis als Privat-Rezept bekommen. Allerdings scheitert es im Großteil der Fälle daran, dass die entsprechende Krankenkasse eine sogenannte Kostenübernahme ablehnt.

Wer sich noch nicht damit beschäftigt hat hier kurz die harten Fakten. Im Regelfall hat ein Schmerzpatient Anspruch darauf, dass er 0,5 – 1,0g Cannabis pro Tag beziehen kann. Im Monat wären das 15-30 Gramm. Würde der Schmerzpatient es sich auf dem Schwarzmarkt kaufen, würde er wenn man den Statistiken glauben kann, zwischen 150-170€ beziehungsweise 300-350€ pro Monat bezahlen.

 

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Der legale Weg über die Apotheke ist ein klitzekleines bisschen teurer. Und das ist untertrieben. Im Schnitt kosten 5 Gramm Cannabis mit Privatrezept den Patienten rund 120€. Sprich der Patient würde im Monat bei 15 Gramm 360€ und bei 30 Gramm 720€ bezahlen. Die Tatsache das Menschen mit schwerwiegenden körperlichen Problemen sich das nicht leisten kann, da genau diese Menschengruppe häufig am Existenzminimum lebt macht das „Cannabis als Medizin“ Gesetz zum blanken Hohn. Doch woran liegt es, dass die Krankenkassen die meisten Kostenübernahmen ablehnen?

 

Kurz gesagt die CDU hat 2017 alles dafür getan, dass das Gesetz so schwammig wie möglich ist. Die CDU ist de Facto auch die einzige der etablierten Parteien, die weiterhin auf einem Verbot für Cannabis pocht. Alle anderen Parteien setzen sich aktiv für eine Entkriminalisierung der Pflanze ein, die seit Menschheitsbeginn eine entscheidende Rolle in der Medizin spielte.

 

Im übrigen wissen die wenigsten Menschen wie es überhaupt zu einem Verbot von Cannabis kam. Hierfür werfen wir einen Blick auf Amerika im 19 Jahrhundert. Hanf als Faser für Klamotten war damals im Aufwind. Das Gefiel den großen Produzenten von Kleidung nicht. Warum?

 

Damals war die Hanffaser das deutlich günstigere Produkt. Und so überzeugten gierige Unternehmer die US Regierung davon, dass Hanf als Faser verboten werden sollte. Und so geschah es. Allerdings wurde damals eines nicht bedacht. Das Gesetz war so formuliert, dass die gesamte Nutzung von Cannabis illegal wurde. Zum entsetzen vieler Mediziner dieser Zeit. Nach und nach zogen viele andere Länder auf Druck aus den USA nach und Verbot Cannabis gänzlich.

 

Heute im Jahre 2019 geht die Rolle rückwärts ganz langsam weiter. Immer mehr Länder wie die USA oder Kanada legalisieren Cannabis. Da stellt sich die Frage: „Wann ist es in Deutschland soweit“? Die Antwort ist schnell gegeben. Unter einer CDU-Regierungen wird es nicht zu einer Legalisierung von Cannabis kommen. Dafür sind CDU/CSU zu eng mit der Alkoholindustrie verbunden, die im Falle einer Legalisierung von Cannabis deutliche Umsatzeinbußen zu befürchten hätte. Am Ende geht es wieder einmal nur um das Liebe Geld.



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