Juso-Chef Kühnert will die SPD radikalisieren

Bildnachweis: CC BY-SA 4.0 / wikimedia.org / Mashaviktoriya

Juso-Chef Kühnert will die SPD radikalisieren

Der Bundesvorsitzende der Jusos, Kevin Kühnert, wurde ohne Gegenkandidaten für weitere 2 Jahre zum Juso-Vorsitzenden gewählt. Auf seinen Wahlreden machte er Stimmung gegen die Groko. So sagte er: „Die SPD müsse noch weiter nach links rücken“ und auch hält er Scholz als Nachfolger für einen Neuanfang ungeeignet. In seiner Rede betonte Kühnert, dass die Jusos die bevorstehende Neubesetzung der SPD-Bundesspitze als Richtungsentscheidung sehen und auf einen Linksruck mit einem vorzeitigen Ende der GroKo setzen.

“Es geht um die Glaubwürdigkeit bei Millionen von Wählern.” Die SPD sei zu einem Reparaturbetrieb geworden, gehe nicht an die Wurzeln der Probleme und lasse Visionen vermissen. Auch deshalb verliere sie trotz einiger politischer Erfolge an Zustimmung.

 

Photo: Ralf Schmalle / Süderlugum (Nordfriesland)

Wessen Geistes Kind die SPD mittlerweile geworden ist, dass durften Besucher der AfD-Demo in Süderlugum (Nordfriesland) am eigenen Leibe erfahren. Als Gast zugegen war auch Ralf Schmalle, Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein der Partei Deutsche Konservative. Nach seinen Schilderungen marschierte die SPD Hand in Hand mit dem schwarzen Block der Antifa. Von friedlichen Gegendemonstranten konnte keine Rede sein, schon vor Beginn der Veranstaltung kam es zu verbalen Anfeindungen. Direkt nach Beginn wurde der Pavillon umgerissen und der Tisch mit Infomaterial umgestoßen. Dies alles, als noch ein kleines Kind anwesend war. “Wahre Helden und Musterdemokraten”, so Schmalle weiter.

 

Das passt natürlich zu den Radikalisierungsplänen und zur Aussage Kühnerts, die SPD nach links zu rücken. Wie weit nach links darf es denn sein? Darüber wird man in seiner nächsten Aussage aufgeklärt. “Wir wünschen von der SPD Radikalität im Wortsinn: Radikal heißt, an die Wurzeln der Probleme zu gehen. Das vermissen die Menschen an unserer Partei”, sagte Kühnert. Dazu gehörten mehr Steuergerechtigkeit und eine Investitionspflicht in öffentliche Infrastruktur. “Zukunft gibt es nicht für lau. Da muss investiert werden”, betonte Kühnert. Der 30-Jährige forderte zudem beherztes Eingreifen in den Wohnungsmarkt, “wo nötig auch Enteignungen” und sprach sich für einen über allgemeine Gebühren finanzierten Nahverkehr aus.

 

Man darf gespannt sein ob dies nun der Entwicklung der SPD zu Gute kommen wird. Nach den letzten Wahlschlappen sollte die SPD sich lieber wieder auf demokratische und nicht auf linksextremistische Inhalte konzentrieren. Aber einer Partei, die mit 8 % noch Regierungsanspruch erhebt, ist nicht mehr zu helfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*


Menü