Quellenangabe: CC0 1.0 / pxhere.com



Frankreich plant Einführung von Zuwanderungsquoten

Frankreichs Premierminister Edouard Philippe hat dem französischen Kabinett ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Einführung von Zuwanderungsquoten für Arbeitskräfte vorsieht. „Wir werden die Anzahl der Personen nach Beruf und Gebiet festlegen“, erklärte die französische Arbeitsministerin Muriel Pénicaud.

Zusätzlich zur bereits sehr hohen Zuwanderung, will die französische Regierung eine Quotenreglung für die Zuwanderung von Arbeitskräften einführen. „Frankreich will nach Bedarf Einwanderer rekrutieren. Das ist ein neuer Ansatz, der mit dem in Kanada und in Australien vergleichbar ist“, zitiert die Frankfurter Allgemeine die französische Arbeitsministerin.

 

CC0 1.0 / pxhere.com

Demnach sollen zusätzlich zur regulären Migration jährlich etwa 33.000 Arbeitsvisa an Zuwanderern vergeben werden. „Ich glaube nicht an Quotenpolitik, weil wir nicht garantieren können, dass die Quoten eingehalten werden“, sagte der französische Präsident noch im März 2017 der protestantischen Wochenzeitschrift „Réforme“. Doch laut dem nationalkonservativen Monatsmagazin „Valeurs Actuelles“ hat Emmanuel Macron scheinbar seine Meinung geändert.

 

Frankreich sei zutiefst gespalten. In etlichen Vierteln mit hohem Einwandereranteil drohe eine „Sezession“ von der Mehrheitsgesellschaft. Daher könne es nicht länger hingenommen werden, dass illegale Einwanderer nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden, meint Macron. Ob der französische Präsident wirklich an seiner aktuellen Position festhält und sie durchsetzt, ist abzuwarten. Schließlich wäre es nicht das erste Mal, dass er das Eine sagt und das Andere tut.



News 23 sucht Artikelschreiber und Gastautoren:


Bitte beweisen Sie ein Mensch zu sein und wählen Sie das Flugzeug aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere