Europäer bestellen 400 Millionen Impfdosen bei Pharmaunternehmen – News 23
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Europäer bestellen 400 Millionen Impfdosen bei Pharmaunternehmen

„Wir haben keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken“, zitierte die „Ärzte Zeitung“ den RKI-Präsidenten Lothar Wieler. Eine Impfpflicht sei angeblich nicht geplant. Doch nun wurde bekannt, dass Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande mit einem Unternehmen in Großbritannien die Produktion von bis zu 400 Millionen Impfdosen vereinbart haben. Wozu werden so viele Impfstoffe benötigt, wenn keine Impfpflicht geplant ist?

CC BY 2.0 / flickr.com / Dirk Vorderstraße

Der Deutschlandfunk berichtete unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium, dass Vereinbarungen mit dem Pharmaunternehmen AstraZeneca getroffen wurden. Das Unternehmen produziert derzeit einen Impfstoff gegen Sars-CoV-2. 400 Millionen Impfdosen sollen voraussichtlich bis Ende des Jahres fertiggestellt und in Europa verteilt werden.

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Tim Reckmann

Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande hätten sich zu einer Impfallianz zusammengeschlossen, berichtete die Rheinische Post (RP) unter Verweis auf das Bundesgesundheitsministerium und den italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza. „Das Abkommen stellt sicher, dass Hunderte Millionen von Europäern Zugang zu dem Impfstoff der Universität Oxford haben, wenn er zugelassen wird”, zitierte RP-Online den AstraZeneca-Chef Pascal Soriot.

Angeblich gäbe es „keinen Anlass, an eine Impfpflicht zu denken“, behauptete der RKI-Präsident Lothar Wieler. Doch wenn keine großflächige Zwangsimpfung geplant ist, warum haben westeuropäische Regierungen dann 400 Millionen Impfdosen bestellt? Auch Russland will im September mit der Massenproduktion eines eigenen Impfstoffs gegen das Coronavirus beginnen, berichtete der Deutschlandfunk unter Berufung auf die russische Vize-Regierungschefin Golikowa. Nach klinischen Tests an Freiwilligen sei die Zulassung des Medikaments im August geplant.

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