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Erdogan startet Militäroffensive in Syrien und droht Europa mit Grenzöffnung

Die Türkei marschiert trotz internationaler Kritik in Nordsyrien ein und startet eine militärische Großoffensive, bei der bereits mehrere Menschen ums Leben kamen. Erdogan droht der EU bei weiterer Kritik an der Militäroffensive damit 3,6 Millionen Flüchtlinge in Richtung EU zu entsenden.

Die Türkei hat eine Militäroffensive in Nordsyriens gestartet. Das Ziel ist die Errichtung einer Sicherheitszone, in der künftig Flüchtlinge die in der Türkei derzeit in Flüchtlingslagern untergebracht sind Leben sollen. Die Internationale Staatengemeinschaft reagierte mit großem Entsetzen auf die Militäroffensive der Türkei.

 

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“Die Vereinigten Staaten befürworten diesen Angriff nicht und haben der Türkei deutlich gemacht, dass diese Operation eine schlechte Idee ist“, sagte Donald Trump in einer schriftlichen Stellungnahme. Die Militäroffensive der Türkei wurde erst durch Donald Trump möglich, der den Abzug der US Streitkräfte aus Nordsyrien sehr spontan nach einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan befohlen hatte.

 

Es ist nicht nur eine Militäroperation um eine Sicherheitszone zu errichten. Viel mehr kämpft die Türkei im Norden Syrien nun gegen Kämpfer der Kurdenmiliz YPG, die von Erdogan als Partner der in der Türkei verbotenen türkischen Arbeiterpartei PKK gesehen wird. “Die Türkei nimmt damit in Kauf, die Region weiter zu destabilisieren und riskiert ein Wiedererstarken des IS“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. Man verurteile die Militäroffensive Erdogans “auf das Schärfste“.

 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reagierte verärgert auf die Kritik der internationalen Staatengemeinschaft und der EU. “Hey EU, wach auf! Ich sage erneut: Wenn ihr unsere Operation als Invasion darzustellen versucht, ist unsere Aufgabe einfach: Wir werden die Türen öffnen und 3,6 Millionen Menschen werden zu euch kommen“, sagte er bei einer Pressekonferenz in Ankara. Doch nicht nur die EU sieht die Militäroffensive der Türkei in Syrien kritisch. Auch der türkische Verbündete Russland ist beunruhigt und forderte Erdogan zu Gesprächen mit dem syrischen Präsidenten Assad auf.  Durch die türkische Bodenoffensive gab es bisher laut Medienberichten 15 Tote. Darunter zwei Kinder.

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