Ehemaliger RTL-Mitarbeiter manipulierte die Berichterstattung

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Ehemaliger RTL-Mitarbeiter manipulierte die Berichterstattung

Viele Zuschauer haben in den letzten Jahren zunehmend das Vertrauen in die etablierten Medien verloren. Erst kürzlich wurde bekannt, dass ein langjähriger RTL-Mitarbeiter gezielt TV-Beiträge manipuliert hat. Der sogenannte Journalist war für die Sendung „Punkt 12“ im Einsatz.

Bereits im Mai wurde der RTL Nord-Geschäftsführung von einer Mitarbeiterin gemeldet, dass ein Kollegen absichtlich die Berichterstattung manipulierte. Scheinbar wollte er auf diese Weise eine größere Einschaltquote zu erzielen.

 

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Jan Starzak
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„Nach entsprechenden Hinweisen einer Kollegin in einem konkreten Fall und einer umgehenden und gründlichen Prüfung des Verdachts konnten dem 39-Jährigen in diesem und in mindestens sechs weiteren Fällen bewusst verfälschende Eingriffe in seinen Beiträgen nachgewiesen werden“, berichtete RTL auf der eigenen Webseite.

 

In mehreren Beiträgen konnte Manipulation aufgedeckt werden:

Die geprüften Beiträge seien zwar im Gesamtkontext nicht erfunden, meint RTL, aber handwerklich und inhaltlich sehr geschickt dahingehend manipuliert, dass sie aufregender und größer wirken sollten, als es die Realität hergab.

 

“Damit hat der Reporter ganz bewusst rote Linien des Journalismus überschritten. In logischer Konsequenz haben wir mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit beendet”, sagte RTL Nord-Geschäftsführer Michael Pohl der Presse.

 

Nur wenige Monate vorher wurde bekannt, dass ein Spiegel-Mitarbeiter, der auch für andere Medien tätig war, dutzende Berichte gefälscht und zum Teil frei erfunden hatte. Daher ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen das Vertrauen in die etablierten Medien verlieren.

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