Ehemalige Mitarbeiterin beklagt mangelnde Meinungsfreiheit bei der „New York Times“ – News 23
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Ehemalige Mitarbeiterin beklagt mangelnde Meinungsfreiheit bei der „New York Times“

Die Autorin Bari Weiss war mehrere Jahr als Redakteurin für die US-amerikanische Tageszeitung „New York Times“ tätig. Doch Weiss hat bei der Zeitung gekündigt. Nun erhebt sie schwere Vorwürfe und beklagt einen Mangel an Meinungsfreiheit. Man hätte nicht „die zentrale Bedeutung des freien Gedankenaustauschs mit einer demokratischen Gesellschaft gelernt”, heißt es in einem offenen Brief. Weil sie eine andere Auffassung zu bestimmten Themen vertrat, hätten andere Mitarbeiter sie als „Nazi” und Rassist” beschimpft. Es gehe ihnen nicht darum einem neugierigen Publikum zu ermöglichen, seine eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen, sondern darum, das engste Publikum zufrieden stellen.

Public Domain (CC0) / pexels.com

Bari Weiss hat von 2013 bis 2017 als Redakteurin und Buchbesprechungsredakteurin beim Wall Street Journal gearbeitet. Im Jahr 2017 wechselte sie zur „New York Times“ und war in den Bereichen Kultur und Politik tätig. Im Juli 2020 hat die Redakteurin schließlich bei der Tageszeitung gekündigt. Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft hätte man dort nicht richtig verstanden. Weil sie eine andere Sicht auf bestimmte Themen vertrat, hätten Mitarbeiter der Zeitung sie massiv angegriffen. “Dort bestehen einige Mitarbeiter darauf, dass ich ausgerottet werden muss, wenn dieses Unternehmen wirklich „inklusiv“ sein soll, während andere Axt-Emojis veröffentlichen neben meinem Namen”, schrieb Bari Weiss auf ihrer Webseite.

Bari Weiss / Autorin & Redakteurin

Die ehemalige „New York Times“-Mitarbeiterin behauptet, dass man sie diskriminiert hätte. Das Arbeitsumfeld wäre ihr gegenüber feindlich gewesen. “Sie haben mich einen Nazi und einen Rassisten genannt”, erklärte Weiss in ihrem offenen Brief. “Ich bin kein Rechtsexperte. Aber ich weiß, dass das falsch ist”, fügte sie hinzu. Die Wahrheit sei kein Prozess der kollektiven Entdeckung, meint die Autorin, sondern eine Orthodoxie, die bereits einigen aufgeklärten Menschen bekannt ist. Diese hätten die Aufgabe, alle anderen zu informieren.

Twitter stehe zwar nicht im Impressum der “New York Times”, aber Twitter sei zum mächtigsten Redakteur der Zeitung geworden. Da die Ethik und die Sitten dieser Plattform zu denen der Zeitung geworden seien, wäre die Zeitung selbst zunehmend zu einer Art Aufführungsraum geworden. “Geschichten werden so ausgewählt und erzählt, dass sie das engste Publikum zufrieden stellen, anstatt einem neugierigen Publikum zu ermöglichen, über die Welt zu lesen und dann ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen”, meint die ehemalige “New York Times”-Mitarbeiterin Bari Weiss.

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