E-Autos: Lithiumabbau gefährdet Wasserversorgung in Atacama

E-Autos: Lithiumabbau gefährdet Wasserversorgung in Atacama

Bildnachweis: Creative Commons (CC0) / maxpixel.com


News 23
Nachrichten & Hintergründe

Die Energie- und Klimapolitik der Bundesregierung, welche angeblich den Planeten retten soll, hat für einige Regionen dramatische Konsequenzen. Besonders der Lithiumabbau stellt in einigen Ländern ein Problem für die Menschen und ihre Umwelt dar. Eine massive Zerstörung der Natur und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen hängen mit dem Abbau zusammen. Einem Bericht zufolge wird in einigen Dörfern in Chile bereits das Wasser für Menschen und Felder immer knapper.


Um das Lithium in der Atacama-Wüste in Chile abbauen zu können, müssen riesige Mengen Wasser aus dem Erdboden hochgepumpt werden. Das Wasser enthält Lithiumkarbonat, welches für die Herstellung von Smartphones, Computern und eben Elektroautos benötigt wird. “Bevor die Minengesellschaften hierher kamen, gab es eine Menge Wasser”, zitiert die Deutsche Welle (DW) den Bauern Hugo Diaz. “Aber der Bergbau hat das Grundwasser verbraucht, die Firmen nehmen sogar Wasser aus dem Fluss, so dass wir Bauern nicht mehr das Wasser bekommen, das wir brauchen.”

 

Creative Commons (CC0) / pixabay.com / TravelCoffeeBook

Die Energiepolitik und die Verkehrswende der Bundesregierung ist völlig skrupellos und nimmt keine Rücksicht auf andere Länder. “Wir brauchen das Wasser nicht nur für unsere Landwirtschaft, sondern auch für unsere traditionellen Bräuche. Wasser ist Leben”, zitiert DW den Bauer Vladimir Reyes. “Heute können nur noch sehr wenige Bauern ihren Lebensunterhalt hier verdienen.”

 

Um Lithium zu gewinnen, wird das abgepumpte Grundwasser einfach der glühenden Sonne der Wüste überlassen, bis 95 Prozent des Wassers verdunstet sind. Das Lithium wird durch einen chemischen Prozess aus dem Rückstand abgetrennt und in die Verbindungen für wiederaufladbare Batterien umgewandelt. Sollte der weltweite Bedarf an Lithium steigen, könnten ganze Regionen unbewohnbar werden, weil es irgendwann keine ausreichende Grundwasserversorgung mehr gibt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*


Menü