„Defender Europe 20“ in Polen mit Verspätung gestartet – News 23

„Defender Europe 20“ in Polen mit Verspätung gestartet

Die Nato-Militärübung „Defender Europe 20“ ist in Polen mit Verspätung gestartet. Ursprünglich wollte man die blitzkriegartige Verlegung großer Streitkräfte aus den USA und Westeuropa nach Osteuropa üben. Etwa 37.000 Soldaten und Personen sollten daran teilnehmen. Doch wegen der Coronakrise wurde das Manöver nicht wie angekündigt durchgeführt. Dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak zufolge findet nun eine Übung im Rahmen von „Defender Europe 20“ auf dem Truppenübungsplatz Drawsko Pomorskie in Polen mit etwa 6.000 Soldaten, 100 Panzern und ca. 230 Kampffahrzeugen sowie Kampfflugzeugen statt.

Public Domain (CC0) / JOY DULEN/U.S. ARMY (Symbolbild)

Die NATO wollte sich in „Defender Europe 20“ auf einen möglichen „Blitzkrieg“ vorbereiten. Geplant war eine möglichst schnelle Verlegung von Soldaten und Kriegsmaterial mit Schiffen und Flugzeugen bei Nutzung von 14 See- und Flughäfen sowie Schienen- und Straßentransport nach Polen und in das Baltikum. Doch die Coronakrise machte der Nato einen Strich durch die Rechnung.

CC BY 2.0 / flickr.com / The U.S. Army (Symbolbild)

Laut dem polnischen Verteidigungsminister Mariusz Błaszczak bestehe das Hauptziel dieses Manövers darin, „die strategische Bereitschaft und Zusammenarbeit vor dem Hintergrund eines raschen Einsatzes der US-Streitkräfte in Europa zu erhöhen und die Fähigkeit der Aufnahmeländer, die Unterstützung der amerikanischen Truppen anzunehmen, zu prüfen“, zitiert Sputnik den Verteidigungsminister. „Natürlich hat die Pandemie unsere Pläne geändert, aber wir haben uns schnell an die bestehende Realität angepasst. Die polnische Armee hat ihre Kampfbereitschaft nicht verloren“, fügte Błaszczak hinzu.

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