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Quellenangabe: Creative Commons (CC0) - TeroVesalainen (pixabay.com)



Datenschützer, Wissenschaftler und Mediziner warnen vor 5G-Strahlung

Die Bundesregierung will in Deutschland bis zum Jahr 2025 ein hochleistungsfähiges 5G-Mobilfunknetz aufbauen. In Hamburg hat der Mobilfunkanbieter Vodafone bereits einen 5G-Funkmast errichtet. Auch im Rheinischen Revier und in der ostdeutschen Lausitz soll es Testgebiete geben. Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will 5G-Mobilfunk sogar auf „jedem Acker, jedem Wald und an jeder Milchkanne“ verfügbar machen. Doch Datenschützer, Wissenschaftler und Mediziner warnen vor dem flächendeckenden Ausbau der 5G-Technologie.

5G ist die neueste Generation der Mobilfunkkommunikation und zeichnet sich durch eine hohe Datenrate, verringerte Latenz, Energieeinsparung, Kostensenkung, höhere Systemkapazität und massive Gerätekonnektivität aus.

 

„Deutschland braucht flächendeckend eine leistungsstarke Mobilfunkversorgung, damit alle Regionen, Haushalte und Unternehmen gleichermaßen von den Vorzügen der Digitalisierung profitieren können”, heißt es auf der Webseite der Bundesregierung.

 

Doch Datenschützer schlagen Alarm: „Die neuen 5G-Netze stellen ein einzigartiges Sicherheitsrisiko dar”, heißt es in einem Artikel des deutschen Wirtschaftswissenschaftlers Daniel Gros. Der Ökonom glaubt, dass ein Ausbau der 5G-Technologie das Risiko von Hackerangriffen auf die öffentliche Infrastruktur und private Haushalte erheblich erhöht.

 

Dies bestätigte gewissermaßen auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). „Weltweit gibt es hunderte Millionen Schadprogramme und jeden Tag kommt eine sechsstellige Anzahl neuer Schadprogramme dazu.“ Diese richteten sich „gegen Bürger, Wirtschaft, den Staat und gegen sogenannte Kritische Infrastrukturen“, zitiert das Nachrichtenportal Epochtimes den BSI-Präsidenten Arne Schönbohm.

 

Selbst die Bundesregierung gibt in einer Risikoeinschätzung zu, dass von ausländischen Staaten unterstützte Hacker eine enorme Gefahr für das 5G-Netz darstellen. Tatsächlich sind es die eigenen Nachrichten- bzw. Geheimdienste, die größtes Interesse an einer flächendeckenden Totalüberwachung mit Hilfe der 5G-Technologie haben.

 

Creative Commons (CC0) – freestocks.org / pexels.com

Der Onlineverlag Teltarif schreibt in einem Artikel, dass europäische Regierungen Druck auf das Stan­dardi­sierungs­gremium 3GPP ausüben, damit beim 5G-Mobilfunk eine Hintertür für Geheimdienste eingebaut wird. Dies würde 5G zu einem gewaltigen Massenüberwachungs-Instrument machen.

 

Schließlich möchte die Bundeslandwirtschaftsministerin, Julia Klöckner (CDU), 5G-Mobilfunk auf „jedem Acker, jedem Wald und an jeder Milchkanne“ verfügbar machen. In einem Antrag von Schwarz-Rot im Bundestag wird behauptet, dass eine digitalisierte Landwirtschaft “die Erzeugung von Nahrungsmitteln noch effizienter, ressourcenschonender und ökologisch verträglicher” gestalten würde. Bundesinfrastrukturminister Andreas Scheuer (CSU) will sogar Ampeln und Laternen 5G-kompatibel machen.

 

Doch wie schädlich ist 5G für Menschen und Umwelt? Angeblich würden mehr als 20.000 wissenschaftliche Studien besagen, dass es – bei Einhaltung der Grenzwerte – keine Hinweise gäbe, dass Funkanwendungen gesundheitlich bedenklich sind, meint der Pressesprecher des Forums Mobilkommunikation (FMK), Gregor Wagner.

 

www.5gspaceappeal.org

Dem gegenüber stehen hunderte Mediziner und Wissenschafter, die in einem internationalen Apell, welcher von über 134.000 Menschen aus etwa 200 Ländern unterzeichnet wurde, ausdrücklich vor dem flächendeckenden 5G-Ausbau warnen. Sie fordern einen sofortigen 5G-Ausbaustopp.

 

Prof. Wilfried Kühling von der Luther-Universität Halle-Wittenberg, hält die 5G-Technologie für gefährlicher als es Politiker und Konzerne darstellen. „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass die Hirnströme durch die hochfrequenten Strahlen des Mobilfunkes beeinflusst werden“, sagte der Professor in einem Gespräch mit Gabor Steingart.

 

Mobilfunk würde Kühling zufolge zu einer Destabilisierung der Erbinformationen führen und die Quallität von Spermien mindern. Auch der Einfluss von 5G auf Tiere und Umwelt ist bedenklich. Ein Video aus England zeigt angeblich die Auswirkungen von 5G-Strahlen auf Bäume. Ein Baum der neben einer 5G-Laterne steht hat scheinbar einseitig die Blätter und Rinde verloren.

 

Der niederländische Fernsehsender “Hart van Nederland” hat bereits im Oktober 2018 über massenhaftes Vogelsterben in einem Park in Den Haag berichtet. Kurz darauf wurde bekannt, dass in der Nähe des Parks ein 5G-Leistungstest durchgeführt worden sein soll.

 

Eigentlich müssten das Bundesamt für Strahlenschutz und grüne Umweltschützer Alarm schlagen. Doch aus diesen Kreisen kommt entweder vorbehaltlose Befürwortung oder stilles Schweigen.

 

Creative Commons (CC0) – CITYEDV (pixabay.com)

Laut mehreren Presseberichten soll die belgische Stadt Brüssel sogar ein 5G-Pilotprojekt vorübergehend gestoppt haben. Zitat: „Ich kann eine solche Technologie nicht begrüßen, wenn die Strahlungsstandards, die den Bürger schützen müssen, nicht beachtet werden (…) Die Brüsseler sind keine Versuchskaninchen, deren Gesundheit ich mit Gewinn verkaufen kann.”, zitiert RT Deutsch die zuständige Umweltministerin Céline Fremault.

 

In einer Petition fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland einen sofortigen Ausbaustopp des 5G-Mobilfunknetzes in Hamburg. Weil es dazu bislang noch keine Risikostudien oder eine Technikfolgenabschätzung gäbe.

 

Vor dem Ausbau von 5G müsse eine Technikfolgenabschätzung von unabhängigen Wissenschaftlern erfolgen, die umfassende Aussagen zu Gesundheitsrisiken, Umweltrisiken und dem Datenschutz machen sollen, heißt es in der Petition vom Bund für Umwelt und Naturschutz.



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