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CC BY 2.0 - synaxonag (Wikimedia.org)

Bundeswehr bereitet sich auf ethnische Konflikte & Aufstände vor
 

Die “Magdeburger Volksstimme” hat eine Großübung der Bundeswehr vorgestellt, die vom 4. bis 11. September in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg stattfindet soll. Die Bundeswehr bereitet sich in der Großübung unter anderem auf “ethnische Konflikte” und den Umgang mit Demonstranten während einer Krisensituation vor.

 

Bei der Bundeswehr-Übung „Schneller Adler“ sollen Soldaten mit Hilfe eines fiktiven Szenarios auf soziale Unruhen vorbereitet werden. Übungsplätze in den genannten Bundesländern sollen ein industrielles Schwellenland simulieren, in dem “alte ethnische Konflikte” mit den benachbarten Staaten ausbrechen.

 

“Die Lage eskaliert so stark, dass deutsche Touristen wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage evakuiert werden sollen. In der zweiten Woche wird es dann so dramatisch, dass die staatliche Ordnung in weiten Teilen des Landes nicht mehr existiert und die verbleibenden Deutschen aus dem Land gebracht werden müssen”, heißt es in einem Artikel der “Magdeburger Volksstimme“.

 

Auf dem ersten Blick suggeriert das beschriebene Krisenszenario einen Bundeswehr-Einsatz im Ausland. Doch bei genauerer Betrachtung handelt es sich offensichtlich um eine Übung, welche die Soldaten ebenfalls auf Aufstände und soziale Unruhen im eigenen Land vorbereitet. Schließlich findet die Großübung in Deutschland mit deutschen Darstellern statt.

 

Tatsächlich rechnet die Bundeswehr mit Verwerfungen in Europa. In einer internen Studie der Bundeswehr haben sich Militärstrategen mit einem möglichen Zusammenbruch der “Europäischen Union” (EU) beschäftigt. Darin wurden verschiedene Zukunftsszenarien durchgespielt um sich auf den Ernstfall vorzubereiten.

 

Es wird davon ausgegangen, dass es zu sechs verschiedenen Szenarien kommen könnte. Ein möglicher Ernstfall trägt den Titel „Die EU im Zerfall und Deutschland im reaktiven Modus“. Dekaden der Instabilität könnten zur Auflösung und Zerfall der internationalen Ordnung führen.

 

Demnach geht das Verteidigungsministerium davon aus, dass die EU-Erweiterung weitgehend aufgegeben werden könnte, weitere Staaten die Gemeinschaft verlassen und Europa seine globale Wettbewerbsfähigkeit verlieren würde. Die zunehmend ungeordnete würde das sicherheitspolitische Umfeld Deutschlands und Europas dramatisch verändert.



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