Quellenangabe: ARD-Tagesschau



ARD-Mitarbeiter beklagen „Klima der Angst“

Mehrere ARD-Mitarbeiter sollen einen anonymen Brandbrief veröffentlicht und an alle ARD-Intendanten geschickt haben. Darin werfen sie dem Tagesschau-Chef Kai Gniffke vor, Gebührengelder zweckentfremdet zu haben. Unter den Mitarbeitern der ARD würde ein “Klima der Angst” herrschen.

Eine Gruppe von Redakteuren der Abteilung ARD-aktuell haben in einem Brandbrief auf Missstände aufmerksam gemacht. Der Chefredakteur Kai Gniffke habe „ein Klima der Angst geschaffen“, heißt es in diesem Schreiben.

 

Die Urheber des Briefes beschweren sich, dass bei ARD-aktuell die Nachtschicht gestrichen wurde: „Die Gebührenzahler zahlen dafür, von uns rund um die Uhr mit Qualitäts-Nachrichten versorgt zu werden, das löst Herr Gniffke nicht mehr ein.“

 

Angeblich benötigt der Chefredakteur Kai Gniffke die Mittel der gestrichenen Nachtschicht, „um Löcher im Dienstplan zu stopfen“, die durch „immer neue Projekte und Baustellen entstehen“ würden, berichtet die Morgenpost.

 

Gniffke habe redaktionelle Kapazitäten heruntergefahren und die Mittel „still und heimlich längst in andere Bereiche gesteckt“, schreiben die anonymen ARD-Mitarbeiter in ihrem Brandbrief.

3 thoughts on “ARD-Mitarbeiter beklagen „Klima der Angst“

  1. Was zeichnet guten Journalismus aus?
    Auch kritisch und ehrlich gegen seinen eigenen Berufsstand zu recherchieren. Keine Angst zu haben vor Repressalien der eigenen Chefs. Öffentlich machen, wenn es Korruption und Unterschlagung gibt. Wenn der Journalismus nicht mehr ehrlich ist, wer dann?
    Die Leute, die diesen Brief verfasst haben, sind doch in meinen Augen am sichersten, wenn alle ihre Namen kennen. Publik machen ist das wichtigste. Dann haben die Mächtigen immer weniger Möglichkeiten ihr Tun zu vertuschen.

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