Quellenangabe: Public Domain (CC0): PD-USGov-Military / LT. STACEY WYZKOWSKI



Anwalt will NATO verklagen wegen Einsatz von Uranmunition

Der Einsatz von Uranmunition stellt für Mensch und Umwelt ein enormes Problem dar. Denn die Geschosse sind radioaktiv und enthalten chemische Giftstoffe. Selbst Jahre später kann abgefeuerte Uranmunition Krankheiten verursachen. Daher will der Anwalt Srđan Aleksić die NATO wegen dem Einsatz von Uranmunition in Bosnien und dem Kosovo verklagen.

Uranmunition ist eine panzerbrechende Munition, deren Projektile abgereichertes Uran enthalten. Aufgrund der hohen Dichte des Urans entfalten diese Geschosse beim Einschlag eine große Durchschlagskraft. Der NATO wird vorgeworfen solch eine Munition im Bosnienkrieg und im Kosovo eingesetzt zu haben.

 

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In einem Interview mit den Nachdenkseiten erklärt Srđan Aleksić warum er sich entschlossen hat, die NATO für den Einsatz von Uranmunition zur Verantwortung zu ziehen: “Der konkrete Anlass war der Tod meiner Mutter, die aufgrund der Verwendung von Uranmunition an Krebs verstarb. Mein Vater hingegen ist noch am Leben – er hatte aber massive Probleme mit seiner Gesichtshaut, die sich von seinem Körper löste”, zitiert das Presseportal den bosnischen Anwalt.

 

Bestimmte Krebsarten wie Knochenkrebs und Leukämie seien in Serbien um bis zu 400 Prozent in die Höhe geschnellt, meint Srđan Aleksić. Auch Fehlgeburten und Fehlbildungen bei Neugeborenen haben laut Aleksić deutlich zugenommen. Er verlangt, dass Uranopfer in Serbien entschädigt werden und eine medizinische Versorgung erhalten.

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